Details zum Stück
KEGOME (ich verbrenne) Titelgebend ist der Rembetiko „Kegome“ von
Niko Gatsos (Text) und Stavros Xarhakos (Musik).
Idee, Choreographie, Tanz
Klaudia Reichenbacher
Musik
von Stavros Xarhakos, Mikis Theodorakis und türkische Lieder interpretiert von:
Christina Polymnia (Gesang, Gitarre) griechischstämmige Grazerin mit väterlichen
Wurzeln in Thessaloniki,
Kurt Heid (Bouzouki, Gitarre)
Bünyamin Yagdi (Baglama) stammt aus
dem Gebiet um Izmir, dem damaligen Smyrna,
Martin Birnstingl (Saxophon, Klarinette)
Kostüm/Bühne
Klaudia Reichenbacher
Lichtdesign und Technik
Eugen Schöberl
Premiere
3. Dezember 2008 um 20 Uhr, Tanz und Theaterzentrum Graz, Viktor Franz Straße 9, 8051 Graz
weitere Vorstellungen
4., 5., 6. und 7. Dezember 2008, jeweils um 20 Uhr
Ort Tanz und Theaterzentrum, Viktor Franz Straße 9, 8051 Graz
Kartenbestellung und Info
0316/337131 oder info@theaterkaendace.at |
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Ein Solotanztheaterstück mit der Musik,
der in den 1920er Jahren aus Kleinasien
vertriebenen Griechen – dem Rembetiko -
geboren aus Verlust, Schmerz und
Entfremdung. Eine mit den poetischen
Mitteln des Tanzes und der Musik allgemein
gültig erzählte Geschichte über Flucht, Exil
und der brennenden Sehnsucht nach dem
Leben…
  
Die Musiker und Instrumente dreier Kulturen-
Baglama (Türkei), Bouzouki (Griechenland)
und Saxophon (Westen)- stehen dabei für die
Weiterentwicklung des Rembetiko von den
byzanthinischen Wurzeln über Integrierung
der griechischen Volksmusik hin zur
europäischen Orchestermusik (Mikis
Theodorakis, Stavros Xarhakos..).
Musik und Kunst versteht sich hier, mit den
Worten Mikis Theodorakis ausgedrückt, als
„Brücke, als einheitliche Währung
menschlicher Kultur und Kommunikation.“
  
Historischer Hintergrund:
Die Vertreibung, Zwangsumsiedlung und das
Massaker an Griechen (seit 2 Jahrtausenden in
Kleinasien beheimatet) und Armeniern durch
die Türken, mit dem Höhepunkt der totalen
Zerstörung Smyrnas (heute Izmir) im Jahr
1922, wird als „Kleinasiatische Katastrophe“
bezeichnet.
„In keiner anderen Stadt der Welt mischten sich
Ost und West physisch in so spektakulärer Weise
wie in Smyrna, während sie geistig stets die
Merkmale von Öl und Wasser behielten.“
(George Horton: The Blight of Asia….with the true Story
of the Burning of Smyrna” Indianapolis 1926)
Fotos: Astrid Knie
    
Kritiken:
Kleine Zeitung: Elisabeth Willgruber Spitz, 5. 12. 2008:
“Erinnerung an eine ethnische Tragödie”
Graz. Die Ästhetik des Tanzes, die Wehmut von Musik und Gesang verschmelzen in
„Kegome“ („Ich verbrenne“) zu einem lebendigen Mahnmal.
Klaudia Reichenbachers szenisches Solotanztheaterstück mit Textzitaten und Live-Musik
im TTZ fokussiert die Massaker an Griechen und Armeniern durch die Türken und die
völlige Zerstörung Smyrnas (heute Izmir) im Jahr 1922.
Eindringlich interpretieren Christina Polymnia, Kurt Heid, Bünyamin Yagdi und Martin
Birnstingl den griechischen „Blues“ der Rembetes, der Flüchtlinge aus dem Brandherd.
Schmerz, Exil und Sehnsucht werden emotional spürbar im vom Theater Kaendace
tiefgründig arrangierten Zusammenspiel der Künste.
Kronen Zeitung: Gert Heide, 5. 12. 2008
„Kegome“ (Ich verbrenne) nennt Klaudia Reichenbacher ihr Solotanzstück im Grazer TTZ.
Sie erzählt von der „Kleinasiatischen Katastrophe“, bei der die Griechen 1922, nach dem
mißglückten Versuch Konstantinopel zu erobern, von den Türken aus Kleinasien vertrieben
wurden. Die Musikform, zu der sie im ersten Teil mit beeindruckenden Farben und
Bewegungen von der Sehnsucht, dem Leid und dem Tod der Flüchtenden erzählt, ist der
Rembetiko – der griechische Blues aus den Flüchtlingsghettos in Piräus. Mit Musik von
Stavros Xarhakos und Mikis Theodorakis bilden Christina Polymnia, Kurt Heid,
Bünyamin Yagdi und Martin Birnstingl den stimmigen Rahmen für die Poesie der Bewegung.
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