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Susanne Lipinski schreibt in der Kronen Zeitung (3. September 2007):
Tragisches Ende eines Filmstars
Zum 25. Todestag des österreichischen Filmstars Romy Schneider gelingt Klaudia Reichenbacher und Alexander Mitterer in "Der Rest ist Sehnsucht" ein facettenreicher Theaterabend in Graz. (...) Langsam wird der Zuseher in eine Glamour-Welt voller Ängste, Süchte und Männer hineingezogen. Die Collage von Ute Liepold und Bernd Liepold Mosser reißt die Abgründe der Diva auf, die schließlich - den Tod ihres Sohnes nicht verkraftend - an gebrochenem Herzen stirbt.
(...) feine und präzise Rollenarbeit: Klaudia Reichenbacher berührt vor allem in ihrer Exzentrik, Alexander Mitterer - der gemeinsam mit Reichenbacher Regie führt - bricht die Dramatik durch die lustvolle Darstellung zahlreicher Männerfiguren. Komisch sind seine "fünf jovialen Männer" als Persiflage auf Filmemacher und Lebenspartner der Schneider.
Die Musik von Bassist Peter N. Gruber verdeutlicht die Zerrissenheit Romys und fügt das Stück im stimmigen Lichtdesign von Eugen Schöberl in eine gelungene Gesamtinszenierung, die erzählt, anstatt zu erklären.
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Eva Schulz schreibt in der Kleinen Zeitung (4. September 2007):
Ich bin eine fotogene Fresse mit Talent
(...)Das Theater Kaendace wagt es dennoch, mit dem Stück Der Rest ist Sehnsucht dem Phänomen Romy Schneider näher zu kommen.
Die Originalzitate umspielenden Monologe und Dialoge von Ute Liepold und Bernd Liepold Mosser zeigen die gequälte Seele einer Frau, die den Tod ihres Sohnes, die Panik vor Einsamkeit und Altern zu bewältigen sucht.
Klaudia Reichenbacher gibt eine angenehm ungekünstelte Romy und Alexander Mitterer wechselt gekonnt zwischen Erzähler, Produzent und Lover.
Die virtuosen Stimmungsbilder des Kontrabassisten Peter N. Gruber und das schlichte Bühnenbild tragen ebenfalls dazu bei, daß das Wagnis Romy gelingt."

Gregor Schenker schreibt im Falter (36/07, 5. September 2007)
Theater Kaendace widmet Romy Schneider eine leise, besinnliche Collage.
Kaendace Darstellerin/ Regisseurin Klaudia Reichenbacher interessiert sich in ihrer Bühnenadaption (..) für die Frau um die vierzig und ihre Existenzängste im Allgemeinen.
So flüstert und singt sie zu Peter N. Grubers eindringlichem Soundtrack aus kratzenden, scheppernden und trommelnden Kontrabassloops Originalzitate von Schneider, die von Alexander Mitterer aus der männlichen Perspektive kommentiert werden. (...) Dort wo Reichenbacher dem Text in sich folgen kann, gelingen ihr intim leuchtende Momente, den locker aneinandergereihten Lebensstationen fehlt aber so etwas wie ein dramatischer Bogen, um aus den durchwegs feinen Zutaten ein nachhaltiges Stück zu zaubern."


Fotos der Aufführung von Severin Hirsch.
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