Details zum Stück
Wozzek oder das Leben liebt die Klinge
Theaterstück von
Alexander Widner / Georg Büchner
Uraufführung
Aufführungsrechte
S. Fischer Verlag
Es spielen
Wozzek Arturas Valudskis
Doktor Hermann Kogler
Tambourmajor Alexander Mitterer
Marie Klaudia Reichenbacher
Inszenierung
Alexander Mitterer
Bühne/ Lichtdesign
Ernst Hubmann
Musik Annelie Gahl
Kostüme Klaudia Reichenbacher
Grafik Richard Klammer
Regieassistenz Roland Jaritz
Technik Alexander Gaugg
Produktionsleitung
Gottfried Lehner
Produktionsbüro Franz Doliner
Fotos Günter Jagoutz
Premiere am 8. November 2006, artecielo, Klagenfurt
Weitere Vorstellungen in Klagenfurt 9. bis 17. November 2006, 20 Uhr
Graz Premiere 21. November 2006, Tanz und Theaterzentrum, Viktor Franz Straße 9, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen in Graz
22. bis 26. November 2006
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Was kann der liebe Gott nicht, was?
Das Geschehene ungeschehen machen.
Es ist einmal so, und es ist gut, dass es so ist.
Als Menschenversuchsreihe schreibt Alexander Widner den Büchnerschen Woyzeck weiter - ein totentanzender Menschenzirkus in Büchnerscher Sprachlosigkeit.
Der Wozzek, seine Marie und der Tambourmajor werden vom Doktor im Dienste der Wissenschaft als Experiment missbraucht, in ihrer Selbstbestimmung manipuliert und aufeinander gehetzt. Die wissenschaftliche Allmachtsphantasie postuliert eine ihr eigene Moral und zwingt den solcherart auf seine gequälte Kreatürlichkeit reduzierten Menschen, endlich die tausendmal beantwortete und dennoch immer noch offene Frage nach dem „Was kommt danach?“ zu stellen.
Im Übergang vom Leben zum Tod, in diesem Tunnel der Nahtoderfahrung siedelt Alexander Mitterer seine Inszenierung an, das Erinnerungskontinuum auslotend, akustisch begleitet durch die von der Violinistin Annelie Gahl gleichsam als „Lärm der Seele“ zum Klingen gebrachte innere Stimme der intuitiven Intelligenz: Der Tod ist (nicht) das Ende.
Durch Schwachheit hängen wir mit unserem Jahrhundert zusammen, nicht durch Stärke.
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